Forschung

Artikel klärt über die Forschung aufIm direkten Gegensatz zum zufälligen Entdecken betreibt die Forschung gezielt die Suche nach neuen Erkenntnissen und Einsichten, nebst der systematischen Dokumentation, und folgernd auch der Veröffentlichung im Rahmen schriftlicher Abhandlungen. Die Forschungsarbeit findet dabei in der Wissenschaft ebenso statt wie in der Industrie, und dient als Grundlage für Fortschritt und die Weiterentwicklung.

Die verschiedensten Forschungsarbeiten

Allgemein unterteilt man die Forschung in drei Bereiche: die Grundlagenforschung, die translationale Forschung und die angewandte Forschung. Jeder Bereich verfolgt unterschiedliche Ziele, baut jedoch auf den anderen Prozessen auf oder legt den Grundstein für diese.
Die Grundlagenforschung hat zum Ziel sich mit Funktionen und Mechanismen auseinanderzusetzen die noch unbekannt sind. Diese können z.B. Wechselwirkungen von verschiedensten Stoffen im Bereich chemikalischer Forschung sein, oder Funktionsweisen von Organismen in der Biologie.

An den Grundlagen der Grundlagenforschung orientiert schließt sich die translationale Forschung an. Sie gilt als weiterführend, und arbeitet direkt in Hinblick auf die angewandte Forschung, welche wiederum selbst gewonnenes Wissen verwendet, darauf aufbaut, und ausgerichtet ist auf genau definierte und klare Handlungsziele.

Mit der angewandten Forschung findet die dritte und letzte Unterteilung ihre Erwähnung, bei der Ursachen,- oder auch Zweckforschung betrieben wird – sie findet ihren Einsatz häufig bei technischen Problemfällen und/oder zu Optimierungszwecken bestehender Prozesse. Ein beispielhaftes deutsches Institut hierfür ist das Fraunhofer Institut.

Zwischen der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung besteht der Zusammenhang, dass im Wechselspiel Wissen und Impulsgeber geliefert werden für den jeweils anderen Bereich. Hierbei ist der wissenschaftliche Grad gegenüber angewandter Forschungsmethoden prozentual abnehmend, im Umkehrschluss steigt die Konkretisierung des Praxisverfahrens.

Schritte von Forschungsprozessen

Ist ein Forschungsprozess in Auftrag gegeben können die Schritte deutlich variieren, der Idealfall jedoch orientiert sich dabei am naturwissenschaftlichen Vorbild. Anfänglich wird eine Zielsetzung festgelegt, die beinhaltet welche Erkenntnisse erlangt werden sollen. Darüber hinaus wird im Vorfeld erörtert in welchem Umfang diese Erkenntnisse das spätere, und dem Forschungsprozess zugrunde liegende, Projekt beeinflussen sollen. Im Rahmen solch einer Erörterung kann zweckdienlich herausgefunden werden welche Informationen mit Bezug auf das Projekt durch die Forschung erreicht werden können. Nachfolgend wird der momentane Wissenstand auf das Projekt geklärt – nicht selten muss in diesem Prozess die zuvor erarbeitete Zielsetzung noch einmal korrigiert und angepasst werden. Versuche, die im Anschluss in Planung gegeben werden, sollen durch Experimente Analysen und Daten zur Folge haben – die Ergebnisse müssen statistisch relevant ausfallen um als zuverlässig zu gelten. Dieses wird dokumentiert und interpretiert, um die Zielsetzung im Rahmen eines Gesamtkonstruktes besser und genauer definieren zu können.

Die Finanzierung von Forschung

Im Jahre 2007 beliefen sich die Kosten in Deutschland für Forschung und Forschungtreibende auf ungefähr 62 Milliarden Euro. Siebzig Prozent hiervon wurden durch die Industrie gestellt, rund 11 Prozent von den forschenden Pharmaunternehmen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Pharmaunternehmen bezuschussen die Forschungsarbeit vorwiegend zur Stärkung der Medikamentevalierung. Das hier gegründete Peter Sawicki Stipendiat soll Wissenschaftler und Forscher die in Auftrag und Namen des Staates arbeiten abwerben. Der Werbekostenaufwand und die Öffentlichkeitsarbeit seitens der Pharmazieunternehmen entsprach dabei in etwa denen der allgemeinen Forschung – dies brachte zu Zeiten Horst Köhlers den Unternehmen das Bundesverdienstkreuz.

Image: choucashoot – Fotolia

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