INNOVATION DAY » Medizin http://www.innovationday.gr Sat, 13 Jul 2013 00:15:54 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.1.2 Voller Einsatz gegen Depression: Prof. Florian Holsboer http://www.innovationday.gr/2013/07/voller-einsatz-gegen-depression-prof-florian-holsboer/ http://www.innovationday.gr/2013/07/voller-einsatz-gegen-depression-prof-florian-holsboer/#comments Sat, 13 Jul 2013 00:15:54 +0000 explorer http://www.innovationday.gr/?p=236 Der Psychiater und Chemiker Prof. Florian Holsboer, Direktor des Münchener Max-Planck-Instituts für Psychiatrie, gilt als internationaler Experte für die Erforschung und Behandlung von Depressionen. Unter Einsatz der Methoden der Biochemie und der Genetik entwickelt er eine auf die individuellen Eigenschaften des Patienten abgestellte “maßgeschneiderte” Therapie, die auch solchen Patienten Hilfe verspricht, eine Depression erfolgreich zu behandeln, bei denen die gängigen Antidepressiva keine Wirkung zeigen.

Biomarker und Gentests: neue Erkenntnisse in der Depressionsforschung

In der Medizin hat sich bereits die Erkenntnis durchgesetzt, dass Menschen mit bestimmten Genvarianten anfälliger für Depressionen sind, als andere. In den herkömmlichen Methoden zur Behandlung von Depressionen wird diese Erkenntnis jedoch bislang nicht berücksichtig: Ca. siebzig Prozent der auf dem Markt verfügbaren Antidepressiva wirken entweder nicht oder schlagen bei den Patienten nur sehr langsam an. Zudem verfügen sie zum Teil über sehr hohe Nebenwirkungen. Depressionsexperte Florian Holsboer führt diesen Missstand auf die Tatsache zurück, dass die Depression als komplexe Erkrankung nur schwer zu fassen ist und mangels hinreichender Diagnose auch noch keine erfolgsversprechenden Medikamente entwickelt werden konnten. Um die Diagnose von Depressionen maßgeblich zu verbessern, setzt Holsboer auf die Methoden der Biochemie und der Genetik. Mithilfe von biologischen Anzeigern, sogenannten Biomarkern war es Holsboer bereits möglich, bei depressiven Patienten verschiedene Genvariationen aufzuspüren, die sich als typisch für den Verlauf einer Depression erwiesen haben. Die hoffnungsvollen Kandidatengene dienen Holsboer nun als Grundlage für weitere Studien.

Die maßgeschneiderte Behandlung von Depressionen

Laut Holsboer eröffnen die Biomarker nicht nur völlig neue Diagnosewege, sondern sie tragen auch dazu bei, die Medikamentenentwicklung entscheidend zu verbessern. So ermöglichen sie es, die verschiedenen Patientengruppen je nach Mechanismus und Ursache der Depression verschiedenen Klassen zuzuteilen und für die jeweiligen Klassen dann eigenständige Wirkstoffmoleküle zu entwickeln, die später von Pharmaunternehmen auslizenziert werden können. Im Kern geht es dabei um die Entwicklung einer maßgeschneiderten Therapie, die auf die individuellen Eigenschaften des Patienten abstellt. Um seine Forschung voranzutreiben, hat Holsboer 2010 mit dem Finanzexperten Carsten Maschmeyer eine Biotech-Firma gegründet. Mit Maschmeyer als Finanzier können mehrere Millionen Euro für die Depressionsforschung aufgebracht werden. Damit stehen die Chancen gut, dass in Zukunft Depressionen individueller und damit auch erfolgreicher diagnostiziert und behandelt werden können.

Individuelle Therapie als Zukunft der Depressionsbehandlung

Mit vollem Einsatz geht Florian Holsboer der Frage nach, wie die Volkskrankheit Depression entsteht und am wirkungsvollsten behandelt werden kann. In bewusster Abkehr zu den herkömmlichen (generalisierenden) Methoden der Psychotherapie, die nur wenig Erfolg versprechen, setzt der Psychologe und Chemiker auf biochemische und genetische Methoden zur Diagnose und Behandlung von Depressionen. Unter Zuhilfenahme von biologischen Anzeigern ist es Holsboer möglich, spezifische Ausprägungen von Depressionen anhand von Genvariationen zu klassifizieren. Seine Biomarker-Forschung bietet damit die Grundlage für die Entwicklung einer individuellen Therapie mit maßgeschneiderten Medikamenten.

Artikelfoto: ArtemFurman – Fotolia

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Die Wissenschaft der Krankheiten – die Medizin http://www.innovationday.gr/2011/03/die-wissenschaft-der-krankheiten-die-medizin/ http://www.innovationday.gr/2011/03/die-wissenschaft-der-krankheiten-die-medizin/#comments Tue, 08 Mar 2011 09:17:19 +0000 explorer http://www.innovationday.gr/?p=18 Artikel klärt über Medizin aufSchon seit Jahrhunderten beschäftigen sich die Menschen dieser Welt mit den Ursprüngen, der Heilung und der Linderung von verschiedenen Krankheitsbildern. In diesem Bereich der Wissenschaft sind jedoch nicht nur ausgebildete Ärzte, sondern auch Therapeuten und Heilpraktiker beschäftigt. Die verschiedenen Bereiche haben eines gemeinsam – den Versuch, den Zustand des Patienten zu verbessern oder gar zu heilen. So unterschiedlich auch die Berufsbilder sind, so unterschiedlich sind auch die zu Hilfe genommenen Lehren aus der Chemie, der Biologie und auch der Psychologie. Längst wurde die ständige Wechselwirkung zwischen den physischen und psychischen Gegebenheiten erkannt, weshalb immer mehr nach einer ganzheitlichen Therapie geforscht wird. Die Behandlungen finden dabei unter anderem in Krankenhäusern, in Praxen ausgebildeter Ärzte, oder aber auch in Räumen, welche für eine entsprechende Therapie geeignet sind, statt. Immer häufiger entstehen jedoch Einrichtungen, welche die separaten Formen der Therapie vereinen, so dass, wie bereits erwähnt, eine ganzheitliche Therapie stattfinden kann.

Die Ziele der Medizin

Behandelnde Ärzte, Pfleger und Therapeuten werden mit einem Patienten konfrontiert, welcher einen unbefriedigenden körperlichen oder geistigen Zustand vorweisen. Im Allgemeinen lassen sich also mehrere Ziele diesbezüglich herauskristallisieren. Zum einen soll der betroffene Mensch kuriert, also geheilt werden. Dieser Prozess wird häufig auch als Kuration bezeichnet. Zum anderen geht das Bestreben der Ärzte dahin, die Schmerzen, beziehungsweise die negativen Begleiterscheinungen der Krankheit zu lindern, so dass der Patient eine gewisse Lebensqualität zurück erlangt. Dies bezeichnet man als Palliation. Am Ende dieses Prozesses steht immer der Versuch der Rehabilitation. Dieser Begriff meint die Wiederherstellung von Fähigkeiten, welche der Betroffene durch die Krankheit oder durch sein Leiden verlor. Damit es aber erst gar nicht zu einem solchen Zustand kommt, versuchen Mediziner vor Allem im Bereich der Prävention, also der Vorbeugung von entsprechenden Krankheiten, gute Arbeit zu leisten. So können Erkrankungen im Vorfeld vermieden werden, so dass eine möglicherweise anstehende Therapie unnötig wird.

Die verschiedenen Fachgebiete der Medizin

Noch im letzten Jahrhundert war es oft üblich, dass sich ein Arzt um sämtliche Erkrankungen und Leiden eines Menschen kümmerte. Der so genannte Hausarzt behandelte nicht nur in seiner Praxis, sondern kam auch in das Haus seiner Patienten. Heutzutage stehen der Bevölkerung jedoch immer mehr fachspezifische Ärzte zur Verfügung, welche auf einen Bereich der Medizin spezialisiert sind.
Für Neugeborene und Kinder stehen beispielsweise die Geburtenhilfe und die Kinderheilkunde zur Verfügung. Menschen, welche Probleme mit den Atemwegen haben, suchen meist einen Hals-Nasen-Ohren Arzt auf. Die Augenheilkunde befasst sich vor Allem mit den visuellen Fähigkeiten eines Menschen. Aber nicht nur körperlichen Leiden werden heutzutage von vielen Fachgebieten untersucht. Auch können Menschen, welche unter einer psychischen Belastung leiden, auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Bereichen blicken. So können sich Betroffene von einem Neurologen, von einem Psychologen, oder aber auch von einem Psychiater behandeln lassen.
In keinem Fall sollte aber die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche unterschätzt werden. Oft lassen sich Krankheiten nicht präzise einem bestimmten Bereich zuordnen, so dass auch hier eine ganzheitliche Therapie zu empfehlen ist. Die Forschung macht in der heutigen Zeit große Fortschritte, weshalb es auch an den Ärzten liegt, ihr Wissen einer ständigen Selbstaktualisierung zu unterziehen.

Quelle des Fotos: Alexander Raths – Fotolia

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